Der Domainhandel ist, wie ich bereits im letzten Artikel geschrieben habe, der Hauptgrund für die Anmeldung meines Gewerbes im Jahr 2009. Zur damaligen Zeit, war er besonders lukrativ, da vor allem Google Keyword-Domains sehr gut rankte und somit gute Einnahmen aus der Verwendung dieser Domains erzielt werden konnten. Dadurch entstand ein Markt für Domains, der gewinnbringender war, als beispielsweise der Drogenhandel. Das lag vor allem daran, dass viele Domains frei zu registrieren waren und anschließend problemlos für mehrere hundert Euro an Firmen verkauft werden konnten. Somit waren Margen jenseits der 1000% häufig an der Tagesordnung. Ähnliches galt für den Ankauf von Domains. Als Reseller dieser bekam man gute Domains sehr preiswert und konnte sie anschließend mit viel Gewinn weiter verkaufen. Es herrschte eine Goldgräberstimmung und viele konnten daran teilhaben. In dieser Zeit entstand auch die wohl bekannteste Domainhandelsplattform Sedo*, auf der beliebige Verkäufer ihre Domains anbieten konnten. Bei einem Verkauf über die Plattform kassierte Sedo Provision und fungierte als Treuhänder. Es war bzw. ist somit die sicherste Art eines Domaintransfers, da weder Käufer noch Verkäufer ein Risiko eingehen.

Das hat sich geändert

Im Laufe der Jahre ebbte der Verkauf mit Webseiten ab und das Einkommen durch den Domainhandel wurde bei den Meisten geringer. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Faktor Keyword-Domain bei weitem nicht mehr so wichtig ist bei Google. Zwar ist es immer noch ein Faktor für eine gute Position in den Suchen aber die Vormachtstellung hat es nicht mehr. Aber dennoch: wirklich gute Domains verkaufen sich auch heute noch ziemlich gut und ermöglichen hervorragende Gewinne. Vor allem die Endungen .de sowie .com sind bei deutschen Firmen sehr beliebt und sie zahlen weiterhin gutes Geld für diese.

Domainhandel lohnt sich immer noch

Die letzten Jahre habe ich den Domainhandel vollends vernachlässigt und mit Ausnahme einer weniger Anfragen habe ich auch kaum Domains verkauft. Doch durch die anstehende Geburt meines Sohnes habe ich mich wieder ein wenig der Thematik gewidmet und im Januar sowie Februar immerhin drei Domains zu guten Preisen verkauft. Genauer waren dies die Domains vintagemöbel.de, wasserenthärtung.de und uhrwerke.de. Hier sind ein paar Fakten, damit der Leser überblicken kann, dass auch heute noch ein Einkommen durch Domainhandel erzielt werden kann.

Vintagemöbel.de

Einkommen Domainverkauf Vintagemöbel.de Die Domain habe ich im März 2013 für ca. 70 Euro in einem Möbel-Set erworben. Seit Februar diesen Jahres gehört die Domain dem neuen Besitzer und er hat die sehr schöne Möbeldomain für 700 Euro erworben. In der Zeit musste ich ca. 17 Euro an Registrierungsgebühren an meinen Provider Domaindiscount24* überweisen. Der Verkauf mit anschließendem Transfer und Rechnungstellung hat mich ca. drei Stunden meiner Zeit gekostet. Dadurch habe ich bei dem Gewinn von 613 Euro einen errechneten Stundenlohn von ca. 205 Euro. Und das Return on Investment (ROI = Umsatzrendite × Kapitalumschlag) beträgt 704 % Alles in allem ein toller Verkauf.

Uhrwerke.de

Einkommen Domainverkauf uhrwerke.deUhrwerke.de war seit November 2011 in meinem Besitz. Damals habe ich die Domain für 200 Euro gekauft. Da der Zeitraum größer ist, sind auch mehr Registrierungsgebühren angefallen. Um genau zu sein fünf mal 5,71 Euro. Also insgesamt etwa 29 Euro. Der Verkaufserlös im Januar 2016 waren 600 Euro, sodass ich auf einen Gewinn von 371 Euro komme. Allerdings ging dieser Verkauf noch leichter von statten, sodass ich nur zwei Stunden meiner Zeit investiert habe. Das ergibt einen rechnerischen Stundenlohn von 185 Euro und einen ROI von 162 %. Auch dies sind sehr gute Werte.

Wasserenthärtung.de

Einkommen Domainverkauf wasserenthärtung.deDie Wasserenthärtung.de ist eine Besonderheit, da ich die Domain bereits projektiert habe. Das vernachlässige ich jetzt aber vollkommen bei dieser Betrachtung, da dies nichts mit dem Domainhandel zu tun hat und das Projekt nicht mit verkauft wurde. Auch diese Domain habe ich im November 2011 für 200 Euro gekauft und die Registrierungsgebühren belaufen sich daher ebenfalls auf ca. 29 Euro. Die wasserenthärtung.de konnte ich aber für den höheren Verkaufspreis von 950 Euro im Februar abstoßen. Somit ist ein Gewinn von 721 Euro entstanden und durch zwei Stunden Arbeitsaufwand komme ich auf einen Stundenlohn von 360 Euro. Der ROI von 315 % ist ebenfalls sehr positiv.

Fazit und Einschränkung

Sicherlich zeigen diese Beispiele, wie gut ein Einkommen durch Domainhandel möglich ist. Schließlich sind es bei acht Stunden Arbeit 2.250 Euro Einnahmen bei 1.705 Euro Gewinn. Da kann kaum eine Branche mithalten. Allerdings muss bedacht werden, dass sich nicht jede Domain verkaufen lässt und auch die Einkaufspreise heutzutage angestiegen sind. Trotzdem kann der Domainhandel lukrativ sein! Aber von nichts kommt nichts. Kunden mit Anfragen, dass sie meine Domains kaufen wollen sind sehr selten und wenn, dann wollen sie einen Spottpreis zahlen, den ich dankend ablehne. Von daher muss aktiv gehandelt werden und die vorhandenen Domains den passenden Firmen angeboten werden. Dabei ist strikt darauf zu achten, dass dies nicht als Spam geschieht. Wie ich einen Domainverkauf angehe, werde ich in einem späteren Artikel zeigen.

Ich hoffe dieser Einblick in den Domainhandel konnte gut darstellen, wie gewinnbringend er sein kann aber ich wiederhole, ohne Arbeit werden keine Einnahmen auf das Konto fließen.